Schreiner*innen kämpfen für neuen Gesamtarbeitsvertrag

Im Frühsommer 2020 erzielten die Sozialpartner des Schreinereigewerbes nach drei Jahren Verhandlungen mit harten Diskussionen einen Durchbruch: Sie einigten sich auf einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit neu einem Frührentenmodell. Dafür boten die Gewerkschaften Hand für eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit. Die Mitglieder der Unia stimmten dem neuen Vertrag schnell zu – die Arbeitgeber hingegen schickten das Paket bachab.

Seit anfangs Jahr herrscht deshalb ein vertragsloser Zustand. Dagegen wehren sich auch Schreiner aus der Region Aargau-Nordwestschweiz. Gemeinsam mit rund 450 Kolleg*innen aus der restlichen Deutschschweiz und aus dem Tessin demonstrierten sie anfangs Juli in Zürich. Sie forderten die Schreinermeister auf, ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Eine entsprechende Petition wurde von rund 2500 Schreiner*innen unterschrieben.

Mehr Infos zur Schreiner-Kampagne

Was bisher geschah

  • 3. Juli 2021: 450 Schreiner*innen demonstrieren in Zürich.
  • 31. Dezember 2020: Der Schreiner-GAV läuft aus, der vertragslose Zustand tritt ein.
  • 5. Dezember 2020: Die Unia-Branchenkonferenz der Schreiner*innen sagt Ja zum neuen GAV.
  • Ende November 2020: Die Delegierten der Schreinermeister lehnen den ausgehandelten GAV ab.
  • Frühsommer 2020: Die Sozialpartner einigen sich auf einen GAV mit Vorruhestandmodell.