Stopp den Tiefstlöhnen: 23.- Mindestlohn jetzt!

Wer voll arbeitet, soll von seinem Lohn anständig leben können. So lautet die wesentliche Forderung von kantonalen Mindestlohn-Initiativen. Konkret bedeutet das im Kanton Basel-Stadt einen Mindestlohn von 23 Franken pro Arbeitsstunde; eine nachvollziehbare, gerechte und notwendige Forderung in der reichen Schweiz. Alle Infos zur Kampagne unter: www.mindestlohn-basel.ch

Der Kanton Neuenburg macht's vor, Genf und Basel-Stadt ziehen nach

In Neuenburg ist der kantonale Mindestlohn bereits Realität. Nach der Lancierung einer Mindestlohn-Initiative der Unia Genf unternimmt nun auch die Unia Aargau-Nordwestschweiz gemeinsam mit weiteren Gewerkschaften und Parteien in Basel-Stadt entsprechende Schritte. Die Chancen stehen gut: Mit 38% zur nationalen Mindestlohn-Initiative hatte der Kanton Basel-Stadt die höchste Zustimmung in der Deutschschweiz.

Staatlich subventionierte Tiefstlöhne schaden insbesondere Frauen und RenterInnen

Die Lebenskosten in Basel sind hoch; dennoch verdienen im Kanton Basel-Stadt rund 13 Prozent der Arbeitnehmenden unter 4'000 Franken pro Monat – Darunter sind wiederum 70 Prozent Frauen. Von Tiefstlöhnen und damit einem Leben an oder unter dem Existenzminimum betroffen sind damit auch in Basel-Stadt insbesondere Frauen.

Die Ungerechtigkeiten nehmen aber auch nach dem Erwerbsleben kein Ende: Die AHV-Rente fällt zu tief aus, mühsame Ergänzungsleistung werden zur Regel. Auf dem Rücken dieser Working Poor profitieren heute Unternehmen, die staatlich subventionierte Tiefstlöhne auf Kosten ihrer ArbeitnehmerInnen bezahlen. Es ist höchste Zeit, diese menschenunwürdigen Arbeitszustände mit einem gesetzlich verankerten Mindestlohn zu beenden!

Der Kanton Basel-Stadt auf dem Weg zum Mindestlohn

Die Einführung eines Mindestlohns bedeutet keinen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit, stellt das Bundesgericht bis heute klar und entkräftet damit die Einwände der Arbeitgeber. Das Bundesgericht hat im vergangenen Jahr entschieden, dass ein Mindestlohn als sozialpolitische Massnahme eingeführt werden kann. So wurden solche Mindestlohn-Initiativen auf kantonaler Ebene erst möglich. Die Initiative in Basel-Stadt ist die erste kantonale Forderung in der Deutschschweiz.

Damit die Initiative zustande kommt, werden mindestens 3'000 Unterschriften benötigt. Hier geht's zum Download des Unterschriftenbogens; der Verein kantonaler Mindestlohn Basel-Stadt koordiniert weiter Unterschriftensammlungen, für die Du Dich gerne hier eintragen kannst: Termine und Anmeldung für eine Sammelaktion