Gegen unnötige Entlassungen bei BASF
Der Entscheid des weltgrössten Chemiemultis BASF von Ende April, im Raum Basel 350 Stellen zu streichen, hat für negative Schlagzeilen gesorgt. Auch weil die Sozialpartner entgegen den gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften des Einheitsvertrages BASF Gruppe Schweiz nicht informiert wurden. Dennoch stand die Unia der BASF-Personalvertretung beratend zur Seite und so konnte ein Sozialplan ausgehandelt werden, der für die Angestellten Verbesserungen in vielen Bereichen mit sich bringt.
Stellenabbau minimieren – möglichst viele Entlassungen verhindern
Trotz des verbesserten Sozialplans fordert die Unia Nordwestschweiz BASF auf, die Zahl des Stellenabbaus auf ein Minimum zu reduzieren. Dies kann unter anderem durch Frühpensionierung, interne Versetzung oder die Einführung von Teilzeitarbeit erreicht werden. BASF hat viel Zeit in Effizienz- und Profitabilitätsmassnahmen gesteckt. Jetzt muss die Geschäftsleitung auch Zeit dafür aufwenden, um zu schauen, wo ein Stellenabbau tatsächlich unausweichlich ist und wo er verhindert werden kann.
BASF hat als grösster Chemiekonzern der Welt 2012 fast sieben Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. Der Stellenabbau ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar und schwächt unnötigerweise auch den hiesigen Wirtschaftsstandort.
Bis 2015 sollen 350 Stellen abgebaut werden. Ein Grossteil der Arbeitsplätze wird am Standort Basel und Schweizerhalle verschwinden. Insgesamt beschäftigt BASF in Basel und Schweizerhalle 875 Personen. Der Kahlschlag in der Region trifft insbesondere das Forschungszentrum Basel und das Produktmanagement, wovon die die Geschäftseinheiten «Plastic Additives» und«Pigments» betroffen sind.