Vertragsverhandlungen gescheitert - Plattenleger BS + BL beschliessen über Kampfmassnahmen

Gestern fand die dritte Verhandlungsrunde zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrag BS und BL im Plattenlegergewerbe statt. Die Arbeitgeber gingen dabei auf Konfrontationskurs und haben die Verhandlungen scheitern lassen. Damit droht der vertragslose Zustand ab Januar 2011. Die Arbeitnehmer bereiten sich auf Kampfmassnahmen vor.

Das erklärte Ziel der Arbeitgeber ist es, dem überregionalen GAV beizutreten. Damit verbunden wären aber massive und existenzgefährdende Einbussen beim Mindestlohn, bei der Arbeitszeit, bei der Ferienregelung und in zahlreichen anderen Punkten. Gefährdet ist ausserdem die jetzt noch bestehende Möglichkeit zur Frühpensionierung. Der GAV BS + BL ist das Resultat langjähriger sozialpartnerschaftlichen Beziehungen. Die Politik der Arbeitgeber dagegen stellt diese Beziehungen grundsätzlich in Frage.

 

Für die Arbeitnehmer und für die Unia Nordwestschweiz sind diese Verschlechterungen inakzeptabel. Im Unterschied zu den Arbeitgebern waren sie bereit, die bestehenden Differenzen am Verhandlungstisch zu lösen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen wird jetzt aber ein offener Arbeitskonflikt immer wahrscheinlicher.

 

Am nächsten Dienstag, den 15. Juni beschliessen die Plattenleger an ihrer Versammlung über das weitere Vorgehen und über allfällige Kampfmassnahmen. Im Anschluss daran informieren wir an einer Medienkonferenz über die Details zum Arbeitskonflikt und über die Ergebnisse der Versammlung.

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Für weitere Informationen:

Luciano D'Alessio, Gewerkschaftssekretär Unia Nordwestschweiz