Clariant Mitarbeiter verlangen Mitsprache

Kurzarbeit statt Kündigungen, eine längeres Konsultativverfahren und Spitzengespräche mit der Unia fordern die Beschäftigten von der Clariant-Geschäftsleitung.

An einer Betriebsversammlung in Muttenz haben die Clariant-Mitarbeiter heute Nachmittag ihre Forderung an die Geschäftsleitung bekräftigt, von Entlassungen abzusehen und stattdessen Kurzarbeit einzuführen.

 

Die von den über 60 Anwesenden einstimmig verabschiedete Resolution fordert die Clariant-Verantwortlichen zudem auf, das Konsultativverfahren bis Mitte März zu verlängern. Ausserdem verlangen die Angestellten Spitzengespräche zwischen der Konzernleitung und der Unia, welche eine Lösung voranbringen sollen. Die Resolution wird zusammen mit einem Begleitschreiben an die Konzernleitung der Clariant verschickt.

 

Die ebenfalls an der Betriebsversammlung anwesende basellandschaftliche SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger-Oberholzer kritisierte das Clariant-Management hart. Sie stellte in Aussicht, beim basellandschaftlichen Volkswirtschaftsdepartement für den Standort Muttenz und für die Arbeitsplätze bei Clariant zu intervenieren und erhielt dafür grossen Applaus.

 

Für Rückfragen:

Albert Gassmann, Gewerkschaftssekretär Unia Nordwestschweiz

Jörg Studer,  Betriebskommissionspräsident Clariant