Kinder der Wolken bei der Unia

Zehn Kinder aus der Westsahara erholen sich in Basel: Am Mittwoch 29. August waren sie zu Besuch bei der Gewerkschaft Unia.

Grosse Freude herrscht. Noch selten haben Unia-Kappen, Kugelschreiber, Taschenspiegel und Unia-Kopfkissen so viel Begeisterung ausgelöst. Etwas ungewohnt schallen die fröhlichen Kinderstimmen durch das Regionalsekretariat der Unia. Sie sprechen arabisch oder spanisch, und staunen über die reiche - und vorallem grüne Schweiz.

 

Zehn Kinder zwischen 10 und 11 Jahren alt sind aus ihrer Heimat in den Flüchtlingslagern der südalgerischen Sahara nach Basel gekommen, um sich in Gastfamilien zu erholen und vorallem aufgepäppelt zu werden. Sie sind zusammen mit den 200'000 Saharauis auf andauernd knappe Nahrungsmittelhilfe der UNO angewiesen - und Anfang 2007 einer akuten Hungersnot ausgesetzt. In Basel können sie sich die Spagetti-Teller gut ein zweites Mal füllen.

 

Sie leben in der Wüste und als Nomaden folgten sie dem Regen. "Die Kinder der Wolken" leben in der Westsahara und wurden vor 32 Jahren von Marokko aus ihrem Heimatland vertrieben und um ihre Unabhängigkeit betrogen. In den Flüchtlingslagern warten sie seither auf eine Lösung des Konflikts mit Marokko - ein Konflikt der gerne vergessen geht, der aber weiterhin grosses menschliches Leid produziert. Von dieser Perspektivenlosigkeit sind besonders die Jungen betroffen.

 

Der Besuch der Kinder wurde vom Verein "Freunde des Saharauischen Volks Basel" organisiert. Seit einigen Jahren ist diese aktive Gruppe in der aktiven Solidarität engagiert - unter ihnen auch einige aktive Unia-Mitglieder. Die Kinder haben die Chance, für einen Monat aus der ärmlichen Enge der Flüchtlingslager harauszukommen. Sie sind aber auch fröhliche und äusserst charmante BotschafterInnen einer gerechten Sache.

 

Spenden für diese Aktion sind sehr willkommen: PC 40-8888-1, Bank Coop; Konto 861210.29.00 "Amigos Pueblo Saharaui BS"