Plattenleger*innen kämpfen gemeinsam für einen fairen GAV

Die Plattenleger*innen der Nordwestschweiz haben beschlossen, gegen Lohndumping in ihrer Branche zu kämpfen. Immer wieder hat der Plattenverband beider Basel in der Vergangenheit versucht, die Mindestlöhne zu drücken. Mit der Kündigung des Gesamtarbeitsvertrags per 31. März 2021 wollen sie an jedem Arbeitnehmenden monatlich bis zu 540 CHF sparen. Und das, obwohl die Auftragsbücher voll sind und die Anforderungen an Plattenleger*innen stetig steigen. Der Druck auf Arbeitgeber steigt.

Mit der Kündigung des regionalen GAV droht ein regelrechter Kahlschlag in der Branche. Die Mindestlöhne der Plattenleger, welche sie sich vor Jahren erkämpft haben, sind im schweizweiten Vergleich gut – eine gerechte Entlöhnung für die wichtige Arbeit der Plattenleger*innen. Mit der Kündigung würden diese Mindestlöhne abgeschafft. Weiter würde die Frühpensionierung unter massiven Druck geraten, auch die bezahlten Pausen fielen weg.

Unter den gebotenen Covid19-Schutzmassnahmen haben sich die Plattenleger*innen am 5. November getroffen und beschlossen, erste Kampfmassnahmen einzuleiten. Mit einer Protestaktion kommenden Donnerstag, 12.11.2020, um 12 Uhr auf dem Pyramidenplatz bei der Elisabethenkirche, werden die Plattenleger*innen, unterstützt durch die Gewerkschaft Unia, zeigen, dass sie bereit sind, gegen die drohende Abwertung ihrer Branche zu kämpfen. Sie fordern, dass die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehren, um einen GAV auszuhandeln, der die Errungenschaften des geltenden Vertrags weiterführt.

Man ist sich in der Branche einig: Sparmassnahmen auf dem Rücken der Arbeitnehmenden kommen nicht in Frage!

Zur Protestaktion