410.– weniger Mindestlohn? Nein zum Abbaukurs des Plattenlegerverbands!

Die Arbeitgeber*innen greifen den Mindestlohn für die Plattenleger*innen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft an. Sie wollen das minimale Einkommen um satte 410 Franken senken!

Dies, nachdem die Plattenleger*innen in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Verschlechterungen in Kauf nehmen mussten und seit zwei Jahren keine generelle Lohnerhöhung mehr erhalten haben. 

Als Begründung muss einmal mehr die auswärtige Konkurrenz herhalten, die angeblich weniger hohe Löhne bezahlen soll. Das ist allerdings aus der Luft gegriffen, denn die Arbeitgeber*innen wissen nicht einmal, wie gross der Lohnunterschied zu den anderen Kantonen tatsächlich ist.

Um diesen Mindestlohnabbau durchzusetzen, hat der Plattenlegerverband gar damit gedroht, den aktuellen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zu kündigen. Eine solche
Kündigung wäre für die betroffenen Arbeitnehmenden verheerend: Der Plattenlegervertrag für die übrige Deutschschweiz hat Mindestlöhne, die um bis zu 540 Franken tiefer sind als der momentane Vertrag. Weiter würde die Frühpensionierung mit 62 unter Druck geraten, die bezahlte Pause fiele weg.

Auch ein vertragsloser Zustand könnte eintreten: In dem Fall würden die Mindestlöhne ganz gestrichen, das Pensionsalter würde auf 65 Jahre angehoben, die Krankentaggeldregelung fiele auf das gesetzliche Minimum zurück und der 13. Monatslohn wäre weg!

Die Gewerbe-Teams der Unia sind derzeit verstärkt im Gespräch mit Betroffenen auf der Baustelle, eine entsprechende Petition ist lanciert. Nach einer ersten Versammlung ist man sich in der Branche einig: Eine weitere Sparrunde auf dem Rücken der Plattenleger*innen kommt nicht infrage!

Bist Du Plattenleger*in in der Region Basel-Stadt oder Basel-Landschaft (oder kennst Du jemanden aus der Branche)? Dann komm an die nächste Versammlung und bestimme mit, wie wir uns gegen den Abbaukurs zur Wehr setzen.

Wann: Donnerstag, 21. November, 17.30 Uhr
Wo: Gewerkschaftshaus (1. Stock), Rebgasse 1, 4005 Basel