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Nein zur Spitalfusion – Spital nicht an Aktionäre ausliefern

Die Unia Aargau-Nordwestschweiz spricht sich gegen die geplante Spitalfusion aus. Die Schaffung einer Aktiengesellschaft birgt zu grosse Gefahren für die KlientInnen, die auf eine gute Gesundheitsversorgung angewiesen sind.

Die Unia Aargau-Nordwestschweiz bekämpft zusammen mit den Mitgliedsgewerkschaften des Basler Gewerkschaftsbundes den Zusammenschluss der beiden Spitäler KSBL (Kantonsspital Baselland) und USB (Universitätsspital Basel).

Die Unia wehrt sich in erster Linie gegen die Privatisierung in Form einer Aktiengesellschaft ab, die mit der Fusion neu geschaffen werden soll. Bei der Schaffung einer Aktiengesellschaft wird bewusst eine Hintertür eingebaut, die gewinnorientierten Investoren als Einstieg bereit gehalten wird. Die Gesundheit als wichtiges Gut darf aber nicht der Gewinnoptimierung ausgesetzt werden.

Ausserdem ist davon auszugehen, dass mit dem Zusammenschluss mehrere hundert Stellen abgebaut wird. Das erhöht den Druck auf die Angestellten zusätzlich, die anschliessend mehr Arbeit in der gleichen Zeit zu erledigen haben.

Weiter fehlen in Bezug auf das Personal auch klare Abmachungen über die Arbeitsbedingungen. Bis Ende 2018 blieben es die Verantwortlichen schuldig, einen Gesamtarbeitsvertrag vorzulegen, welcher für das Personal der fusionierten Spitäler gelten würde. Klar ist einzig, dass die Altersvorsorge deutlich verschlechtert und der Kündigungsschutz durch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft aufgeweicht wird.

Angesichts der schlechten Vorzeichen für die Angestellten und die KlientInnen der beiden Spitäler lehnt die Unia Aargau-Nordwestschweiz die Fusionspläne deutlich ab.