Wir wollen einen Sozialplan – Nicht nur warme Luft!

Eine Aktion der ehemaligen Spengler- MitarbeiterInnen

Sie protestierten am Samstag, 27. August 2005 von 12.00 Uhr -13.00 Uhr, vor dem Eingang der Schild-Filiale in der Steinen in Basel, gegen ihre unwürdige Behandlung

 

Wir wollen einen Sozialplan – nicht nur warme Luft! Das ist die Forderung von ehemaligen Spengler-Mitarbeiterinnen, die vom Modehaus Schild nach Ablauf des Sozialplanes Spengler auf die Strasse gesetzt wurden. Diese Mitarbeiterinnen wurden mit den „lukrativen“ Spengler-Filialen im Oktober 2004 vom Modehaus Schild übernommen. Der damalige Sozialplan Spengler, der im Juli 2004 mit dem Hausverband ausgehandelt wurde, galt genau für ein halbes Jahr. In diesem Zeitraum wurde das Personal um die Hälfte reduziert. Die Mitarbeitenden, denen seit April 2005 gekündet wurde, sollen nun leer ausgehen.  Das sind unter anderem Verkäuferinnen, die meist über 50 Jahre alt sind, die bis zu 30 Jahre lang bei dem Basler Unternehmen Spengler gedient haben und die für das Modehaus Schild nun offenbar ausgedient haben sollen. Sie stehen auf der Strasse und sehen angesichts des schwierigen Arbeitsmarktes  einer dunklen Zukunft entgegen.

Im Juni 2005 kamen erstmals die Mitarbeiterinnen der Ex-Spengler Filialen in der  Steinen sowie in Münchenstein zu einer Personalversammlung zusammen. Diese Versammlung beauftragte die Unia ihre Forderung, nämlich den Anspruch auf den Sozialplan von Spengler gegenüber dem Modehaus Schild zu vertreten. Dieses Gespräch fand am 25. August  2005 statt. Am 26. August, rechtzeitig zur Personalversammlung, legte das Modehaus Schild einen Vorschlag auf den Tisch. Dieser sieht einzig vor, mit den betroffenen Mitarbeiterinnen Gespräche über ihre Situation zu führen und allenfalls eine Stelle bei Schild oder einem anderen Betrieb zu suchen. Bei denjenigen, die bis Februar 2006 immer noch keine Arbeit gefunden haben, soll eine individuelle Lösung gefunden werden. Die Personalversammlung hat diesen Vorschlag einstimmig zurückgewiesen. Die betroffenen Mitarbeiterinnen halten an ihrer Forderung nach einem Sozialplan fest. Das haben sie auch verdient. Unia wird die von der Entlassung betroffenen Mitarbeitenden bei ihren Aktionen für einen echten Sozialplan tatkräftig unterstützen. Unia fordert das Modehaus Schild auf, ihre Verantwortung endlich wahrzunehmen.

 

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