Lautstarker Warnstreik der Harlan-Belegschaft

Die Streikenden vor ihrem Arbeitsplatz in Itingen.

Knapp 100 Angestellte der Harlan Laboratories Schweiz haben heute für 90 Minuten die Arbeit niedergelegt, um für eine Verlängerung der Konsultationsfrist bis Ende Jahr zu demonstrieren. Mit dem Gang vor das Regierungsgebäude in Liestal machte die Harlan-Belegschaft deutlich, dass sie in dieser Sache auch Unterstützung von der Politik erwartet.

 

Bis morgen 15 Uhr haben die Verantwortlichen von Harlan Laboratories Schweiz Zeit, auf die Forderung nach einer Verlängerung der Konsultationsfrist bis Ende Jahr einzugehen. Die von der Geschäftsleitung einberaumten 4 Tage sind viel zu kurz, als dass die Belegschaft seriös Massnahmen zur Rettung der Arbeitsplätze ausarbeiten könnte. Deshalb ist es heute zu einem ersten Warnstreik gekommen.

Noch keine Antwort von Harlan

Trotz dieses 90-minütigen, befristeten Warnstreiks der Belegschaft ist bisher eine Reaktion von Seiten Harlan ausgeblieben. Wenn sie bis morgen Dienstag, 15 Uhr, keine Antwort erhält, wird die Belegschaft weitere Kampfmassnahmen ins Auge fassen müssen.

Baselbieter Regierung ist in der Pflicht

Um Unterstützung bei der Politik einzufordern, haben sich die Angestellten heute vor dem Regierungsgebäude eingefunden, wo Regierungsrat Thomas Weber die Menge empfangen hat. Dieser hat zwar keine Versprechungen abgegeben, aber immerhin Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Gewerkschaft Unia und die Harlan-Arbeitnehmervertretung werden der Baselbieter Regierung klarmachen, dass sie sich umgehend für die betroffenen Angestellten und ihre Arbeitsplätze einsetzen muss.

Bildmaterial steht hier zum Download bereit.

 

Für Rückfragen: 

Hansueli Scheidegger, Co-Leiter Unia Nordwestschweiz, 079 441 74 35