Respekt, mehr Lohn, mehr Zeit - Frauenstreik 2023

Frauen erfahren Benachteiligung, nur weil sie Frauen sind: Die Lohndiskriminierung ist nach wie vor erheblich, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist ein Hürdenlauf und im Alter geht die Diskriminierung der Frauen weiter: Tiefe Renten, die kaum zu Leben reichen, gehören für viele Frauen zum Alltag. Darüber hinaus ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz immer noch eine viel zu weit verbreitete Realität, ebenso wie Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung.

2019 nahmen eine halben Million Frauen am Frauenstreik teil. Gegenseitig zeigten sie sich Solidarität und sicherten sich Unterstützung zu. Trotz des grossen Frauenstreiks 2019 stehen Frauenrechte durch bürgerliche Politiker:innen unter Druck. Daran ändert auch die «Frauenwahl 2019» nichts. Die AHV21-Reform war ein skandalöser Angriff auf Frauen, die eh schon von tiefen Renten betroffen sind. Das macht Frauen in der Schweiz zu Recht wütend.

Dazu kommt:

Frauen arbeiten häufig in Berufen mit tiefen Löhnen (Detailhandel, Gastronomie, Reinigung, private Pflege oder in gewissen Industrieberufen). Frauenarbeit wird im Vergleich zur Männerarbeit weniger hoch bewertet und schlecht bezahlt. Und obwohl die Pandemie die eminent wichtige Arbeit der essenziellen Berufe für die Grundversorgung der Schweiz sichtbar machte, hat sich an den prekären Arbeitsbedingungen nicht viel geändert.

Zu Unrecht: Frauenberufe sind gute Berufe und verdienen Anerkennung!

Deshalb rufen wir am 14. Juni 2023 auf zu einem neuen grossen Frauenstreik! Möchtest Du mehr erfahren? Möchtest du am Frauenstreik 2023 teilnehmen und dich für eine sozialere und gerechtere Gesellschaft engagieren? Dann melde dich per E-Mail an aktiv.ag-nws@unia.ch. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen!

Deine Unia Aargau-Nordwestschweiz